10 Jahre Marschkunst

Die Freiluft-Kunstausstellung im Bereich der Winsener Elbmarsch fand im Jahr 2006 zum 10. und letztenmal statt. Initiatoren waren wiederum die Ehepaare Sigrid und Peter Jacob und Karin und Walther Zander aus Fahrenholz und Regine Bandyopadhyay aus Radbruch. Wie in allen vorangegangenen Jahren hatte auch diesmal der FÖRDERVEREIN ELBMARSCHKULTUR e.V. die Schirmherrschaft übernommen.

Aus der Grundidee des Jahres 1995, Künstler und Grundstücksbesitzer zusammenzuführen, um in Privatgärten für eine Sommersaison Kunstwerke aufzustellen, war mittlerweile ein tragfähiges Konzept geworden, dass am Ende auch auf Wiesen und Weiden ausgeweitet wurde, die von Landwirten und Pächtern zur Verfügung gestellt wurden. Dazu kamen Stall- und Schuppenwände für Bilder aller Art, ein Teich, auf dem immer wieder Künstlerinnen schwimmende Installationen zeigten, ein kleiner Flusslauf, an dessen Ufern und auf dessen Wasserfläche Werke aufgebaut wurden. Manches wurde schon in Bäume gehängt oder in die Erde gegraben oder an eine Brücke gehängt.

Seit Beginn dieser Aktion haben sich mehr als 120 Künstler mit ihren Werken beteiligt. Genau nachgezählt hat dies noch niemand, was wohl auch schwer wäre, da zu diesen erstgenannten noch einmal eine große Zahl von Schülern aller Altersstufen hinzukam, die allein oder in Gruppen im Rahmen von Projekten des Kunstunterrichtes vertreten waren. So gab es 1999 die Aktion „Blaue Blumen" bei der über 150 Schüler vieler Schulen aus Winsen und Umgebung mit selbstgefertigten blauen Blumen im Bereich Tönnhausen eine große Blumenwiese gestalteten. Im Jahr zuvor hielten mehr als 50 Tönnhäuser Kinder ihr Dorf in über 1200 Fotos fest, die alle auf einer langen Wand im Freien den Sommer über präsentiert wurden.

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